- Flensburg gewinnt das HBL-Spitzenspiel dramatisch mit 34:33 gegen Berlin.
- Simon Pytlick verwandelt den entscheidenden Freiwurf nach Ablauf der Spielzeit.
- Beste Werfer waren Emil Jakobsen mit neun und Mathias Gidsel mit elf Toren.
- Die SG bleibt weiterhin ungeschlagen und erobert die Tabellenspitze zurück.
Was für ein packender Handball-Krimi in der Handball-Bundesliga: Die SG Flensburg-Handewitt hat das mit Spannung erwartete HBL-Spitzenspiel des 9. Spieltags gegen die Füchse Berlin für sich entschieden. In einer dramatischen Schlussphase setzten sich die Gastgeber denkbar knapp mit 34:33 durch. Bis zur allerletzten Sekunde hielt es die Fans nicht mehr auf ihren Sitzen, ehe eine finale Aktion den Ausschlag gab und die Halle endgültig in ein Tollhaus verwandelte.
Rückstand zur Pause und Berliner Offensivpower
Die Partie begann intensiv und verlangte beiden Spitzenmannschaften von Beginn an alles ab. Nach intensiven dreißig Minuten sahen sich die Hausherren zunächst im Hintertreffen: Zur Halbzeitpause führten die Füchse Berlin mit 19:17. Die Berliner zeigten eine starke Angriffsleistung, bei der allen voran Welthandballer Mathias Gidsel glänzte. Mit insgesamt elf erzielten Toren drückte er der Begegnung seinen Stempel auf und stellte die Flensburger Defensive immer wieder vor enorme Herausforderungen.
Doch auch die SG hielt vor den 6.300 Zuschauern voll dagegen. Bester Werfer im Trikot der Flensburger war Emil Jakobsen, der am Ende des Tages neun Treffer auf seinem Konto verbuchen konnte und seine Mannschaft mit wichtigen Toren im Rennen hielt.
Dramatische Schlusssekunden und Pytlicks Geniestreich
Im zweiten Durchgang entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, der an Spannung kaum zu überbieten war. Als die Partie auf die Zielgerade einbog, schien alles auf eine Punkteteilung hinauszulaufen: Nils Lichtlein erzielte lediglich 15 Sekunden vor dem Ende den zwischenzeitlichen 33:33-Ausgleich für die Gäste aus der Hauptstadt.
Doch die SG Flensburg-Handewitt bekam noch eine letzte Chance. Die reguläre Spielzeit war bereits abgelaufen, als den Flensburgern noch ein Freiwurf zugesprochen wurde. Simon Pytlick übernahm die Verantwortung und vollbrachte das schier Unmögliche: Er verwandelte den Freiwurf direkt, überwand die Abwehrmauer und sicherte seinem Team mit der Schlusssirene den spektakulären 34:33-Heimerfolg.
Flensburg bleibt ungeschlagen an der Spitze
Durch diesen hart erkämpften Heimsieg im Topspiel bleibt die SG Flensburg-Handewitt weiterhin das einzige ungeschlagene Team der Liga. Mit den zwei Punkten im Rücken kehrt der Klub an die Tabellenspitze der Bundesliga zurück und setzt ein deutliches Ausrufezeichen im Kampf um die Meisterschaft.
Quelle: SPORT1